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Am 5. Juli konnten Erika und Wolfgang Bielefeld das Fest der „Diamantenen Hochzeit“ (60 Jahre) feiern.

Hierzu möchte euch Beiden die ganze RGZV Familie ganz, ganz herzlich gratulieren und euch noch viele gemeinsame Jahre wünschen.

 

Erika und Wolfgang Bielefeld haben in über 4 Jahrzehnten sich um unseren RGZV echt verdient gemacht und viele Akzente gesetzt.

Erika war u.a. viele Jahre 1. Kassiererin und Wolfgang 2. Vorsitzender.

Für ihr unermüdliches Engagement möchte sich der RGZV an dieser Stelle noch einmal bei Beiden ganz herzlich bedanken.

19dbd456 92ac 47e3 9693 c0d88ef5f60fDas 25. Burgfest war erneut ein toller Erfolg. Bei herrlichem Sommerwetter war der Besucherzuspruch natürlich klasse. Der Heimat -und Burgverein als Träger des Burgfestes hatte mit den Burgaltendorfer Vereinen zusammen ein großartiges Programm zusammengestellt. Da war sicherlich für jeden Besucher etwas dabei. Das Feuerwerk von der Burgruine war am Samstag Abend natürlich ein besonderes Highlight.

Unser RGZV hatte rund 40 Vereinsmitglieder über die 2 Tage im Einsatz um Grillstand, Bierwagen und Schaubrüter besetzen zu können, Das war sicherlich ein großer Aufwand für unseren Verein, aber alle waren mit viel Eifer dabei und Stimmung und Teamgeist waren klasse.

Unser Höhepunkt war neben der sehr schönen Freigehegeschau sicherlich das „Hähnewettkrähen“ um das Burgchampionat. Viele Besucher hatten sich eingefunden um den „Krährufen“ der Hähne zu lauschen. Der Cemani Hahn von Bernd Galwas (RGZV E-Burgaltendorf) war nicht zu schlagen und siegte mit klarem Vorsprung vor dem Zwerg-Brahma Hahn von Ralf Bottmer (RGZV Bredenscheid-Stüter) und dem Zwerg-Welsumer Hahn von Rudi Sellhoff (RGZV Bredenscheid-Stüter). Der „Nachbarschaftsfreundlichste Hahn“ gehörte Claudia Fassbach-Murry! Er krähte in 30 Minuten kein einziges Mal. Die Siegerehrung fand dann auf der großen Bühne statt und wurde von der Burgfest-Moderatorin Katja Kliemt und vom 2. Vorsitzenden des RGZV, Friedhelm Overdiek, vorgenommen.

Am Sonntag Abend ging dann ein tolles 25. Burgfest zu Ende.

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Aus Anlaß des 10-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen der KiTa St. Suitbert und unserem RGZV gab es am Freitag dem 14. Juni 2019 ein Hühnerfest auf dem Gelände der KiTa.

Die Kinder sangen ein schönes Hühnerlied und die Leiterin der Kita, Frau Elke Glennemeier, ließ die Anfänge der Partnerschaft noch einmal aufleben und bedankte sich bei den Verantwortlichen des RGZV und bei Kaffee und Kuchen für die tolle Zusammenarbeit.

Christine und Peter Miebach gebührt ein besonderes Lob für ihr unermüdliches Engagement bei dieser Partnerschaft. Sie stehen der KiTa stets mit Rat und Tat zur Seite.

Aus einem anfänglichen Projekt, damals war unser heutiger Jungzüchter Tom Pollerhoff in der Abschlußgruppe, wurden inzwischen 10 Jahre! Jede KiTa Gruppe hat ihr eigenes Huhn, mit Namen natürlich.

Die Kinder begrüßen „ihre Hühner“ wenn sie kommen und verabschieden sich von ihnen wenn sie nach Hause gehen. Eine wunderbare Geschichte sich immer wieder fortschreibt.






Auch im Jahre 2018 besuchten Peter und ich wieder einige Zuchtfreunde aus unserem Verein zu Hause, um ihre Tiere uns anzuschauen und Tipps und Informationen für die bevorstehende Ausstellungssaison zu geben.

Zudem haben wir im August wieder eine Züchterschulung am Container durchgeführt und verschiedene Rassen im Detail besprochen. Auch das Thema Schauvorbereitung der Tiere wurde angesprochen. In den 2018-er Versammlungen war das Thema „Züchterisches“ sehr oft ein Themenschwerpunkt.

All diese Aktivitäten haben maßgeblich dazu beigetragen, das Burgaltendorfer Züchter sowohl auf unserer 96. Vereinsschau und 29. Ziergeflügelschau, als auch auf der Stadtverbandsschau und vielen überörtlichen- und Großausstellungen Top- Ergebnisse erringen konnten.

Auf unserer Burgaltendorfer Schau wurden  9 x V 97, 23x HV 96, aber nur 11 x b 90, u 0 oder oB an unsere Aussteller vergeben. Das ist ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, gibt uns aber auch noch Verbesserungspotentiale. Es sollte das Ziel von uns allen sein die Anzahl der schlechten Noten von Jahr zu Jahr zu reduzieren.

Kommen wir nun zur Betrachtung der einzelnen Abteilungen auf unserer Ausstellung: im Ziergeflügelbereich gab es von Michael Conradshaus und Werner Szypa viele wunderbare Paare zu sehen. Was die beiden Jahr für Jahr präsentieren ist echt bewundernswert und verdient allerhöchsten Respekt. Zudem wird die Ziergeflügelpräsentation immer wieder von den Besuchern gerne gesehen. Auch das Mandarinentenpaar von Markus Teuwsen war eine feine Bereicherung der Ziergeflügelabteilung.

In der Abteilung Hühner waren 50 ausgestellte Tiere schon eine Ansage. Das können in der heutigen Zeit nicht mehr so viele Vereine auf ihren Schauen präsentieren. Christine und Peter Miebach hatten mit ihren Seidenhühnern eine fabelhafte Saison und waren auch auf unserer Vereinsschau an der Spitze. Aber auch die Tiere von Horst Freckmann, Markus Teuwsen, Tom Pollerhoff, Andre Wortberg, Manfred Treptow und von Dominik Budrigs wußten weitestgehend zu gefallen. Allerdings haperte es doch leider oftmals an unvollständigem Schwanzgefieder oder auch an Kammfehlern. Diese werden natürlich bei den Hühnern noch klarer sichtbar als zB bei Zwerghühnern. Aber an diesen Fehlerquellen sollte weiter sehr intensiv gearbeitet werden. Auch sollten in diesem Zusammenhang die Haltungsmöglichkeiten wirklich objektiv geprüft werden. Rechtzeitig sollten die Tiere die für die Zucht & Ausstellung nicht zu gebrauchen sind abgeben werden. Sehr erfreulich ist die Tatsache das mit Dominik Budriks (Marans) und Jan Penkwitz (Westfälische Totleger, Stadtverbandsschau Essen)) sich nun zwei junge Zuchtfreunde mit Hühnern beschäftigen und bereits erstmals ausgestellt haben.

In der Abteilung Zwerghühner waren 49 Tiere zu sehen. Erfreulich das Sven Overdiek (Chabos) und Helmut Neißer (Zwerg-Welsumer) wieder dabei waren und Michael Conradshaus erstmals in Burgaltendorf Deutsche Zwerge zeigte. Für uns Zuchtwarte gibt es in dieser Abteilung kaum kritische Anmerkungen. Natürlich wären auch in dieser Abteilung die wenigen unteren Noten zu vermeiden gewesen. Aber insgesamt vermochten alle Kollektionen zu gefallen, was auch neben den Spitzennoten die große Anzahl von sg 94/sg95 Noten  ausdrückten. Vor allem waren die Tiere in einer sehr guten Verfassung und überzeugten auch im ausgereiften Gefieder. Sehr gut fanden wir insbesondere die Tiere von Horst Freckmann (Zwerg-Brahma) und Monika u. Bernd Galwas (Zwerg-Seidenhühner), was sich auch in den Benotungen so wieder spiegelte.

Die Taubenkollektion war mit 76 Nummern (incl. JTPS) die mit Abstand größte Abteilung und qualitativ sicherlich das Prunkstück unserer Ausstellung! Keine untere Note, aber insgesamt 3 x V97 und 7 x HV 96, das ist schon eine Ansage. Verbesserungspotentiale haben wir auch in dieser Abteilung, klar, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

Unsere Jugendabteilung war mit phantastischen 42 Nummern am Start.  Was Natalia Dettmann, Alina Schulz, Michelle Winkler, Steven Murry, Luca Hendricks und Tom Pollerhoff da präsentiert haben war echt top. Und es waren sogar 13 große Hühner dabei (Bielefelder Kennhühner, New Hampshire und Seidenhühner mit Bart). 2 x V 97 u. 5 x HV 96 sind auch in der Spitze sehr viele hohe Benotungen. Um den Jugend Vereinsmeister Titel gab es ein enges Rennen zwischen Alina Schulz und Tom Pollerhoff, was schlußendlich Alina Schulz zu ihren Gunsten entschied. Die Tiere unserer Jugendabteilung waren ein echter Hingucker. Natürlich ist uns auch klar das ohne die tägliche Hilfe der Eltern und Großeltern diese schönen Ergebnisse nicht möglich wären.

Fazit: wir haben eine sehr schöne Ausstellung 2018 erlebt und konnten dabei herrliche Tiere bewundern.

Kommen wir nun zu den überörtlichen und großen Ausstellungen:

4 Züchter aus unserem Verein konnten in 2018 „Deutscher Meister“ werden und zwar alle in der Taubensparte auf der großen VDT-Schau in Kassel, zudem 1 Jungzüchter Deutscher Jugendmeister (Bundessiegerschau Leipzig):

Deutsche Meister 2018:

Alina Schulz,( Rostower Positurtümmler, silber).

Siegfried Felter (Arabische Trommeltauben, dominant gelb).

Friedhelm Overdiek (Gimpeltauben, Goldgimpel Weißflügel m. Binden)

Stefan Schürmann, gleich 4 x ( Taganroger Tümmler, Nordkaukasische Positurtümmler, Sibirische Tümmler und Rostower Positurtümmler)

Deutscher Jugendmeister 2018:

Luca Hendricks (Deutsche Zwerge, orangehalsig)

Weitere tolle Ergebnisse wurden u. a. von ZG Miebach (LV-Schau Rheinland), Horst Freckmann (LV-Schau Westfalen-Lippe), ZG Gießler (Ausstellung in der Schweiz), Siegfried Felter (Deutsche Trommelmeisterschaft HSS in Frankenau), Jochen Hagemann (Porti-Band in Grebenstein), Michelle Winkler (Jugendleistungspreis und Juniorcup HSS in Frankenau) errungen.

Alle anderen Top-Ergebnisse von HSS, SS, Hannover oder Leipzig zB sind in unserem Internetauftritt nachzulesen.

Aber folgende Team - Erfolge möchten wir noch besonders herausstellen: nämlich den 3.Sieg bei der Jungtaubenpokalschau in Essen-Burgaltendorf in den letzten 4 Jahren. Das wir in der eigenen Halle den Titel verteidigen konnten ist schon klasse. Dem Erfolgreichen Team gehörten Siegfried Felter, Friedhelm Overdiek, Stefan Schürmann und Martin Vonau an. Natürlich konnten wir uns auch über die Kreismeisterschaft der Vereine auf der KV-Schau und über den 2. Platz bei der Stadtverbandsschau in Essen freuen..

Gefreut hat uns Zuchtwarte natürlich ganz besonders das wir mit über 90 Nummern bei der Essener Stadtverbandsschau dabei waren. Viele gute Resultate, u.a. 6 x V97 konnten wir erzielen. Essener Bänder, Stadtmeisterschaften, Stadtteller usw konnten eingeheimst werden (Details zur Stadtverbandsschau stehen im Internet).

Mit den züchterischen Leistungen im Zuchtjahr 2018 sind wir Zuchtwarte sehr zufrieden. Verbesserungen sind natürlich immer möglich. Es könnte so sein das wir im Zuchtjahr 2019 den ein oder anderen aktiven Züchter dazu gewinnen können, die Vorzeichen dafür sind bereits da.

Wir Zuchtwarte werden auch 2019 euch besuchen und mit euch die Tiere individuell besprechen. Bei allen auftretenden züchterischen Fragen und Problemen stehen wir euch gerne mit Rat und Tat zur Seite. Auch bei der Beschaffung von Zuchtstämmen, Bruteiern oder Jungtieren sind wir gerne behilflich.  Ferner werden wir im August auch wieder eine Züchterschulung am Container durchführen und in den Monatsversammlungen aktuelle züchterische Themen besprechen.

Unser Dank gilt an dieser Stelle aber auch unseren Impfverantwortlichen Peter Miebach u. Wolfgang Overdiek, die in gewohnt zuverlässiger Art und Weise ihre Aufgabe wahrgenommen haben.

In diesem Sinne wünschen wir euch ein erfolgreiches Zucht –und Ausstellungsjahr 2019,

Eure Zuchtwarte Peter Miebach, Friedhelm Overdiek und Martin Vonau.

Milben sind neben anderen Ektoparasiten die Geißeln der Geflügelzüchter und Halter. Permanent sind sie im Frühling, wenn es wärmer wird wieder im Stall.

Milben.

Milben sind ein Bestandteil der Natur. In unseren Gefilden kommen drei Arten vor.

Die tropische Vogelmilbe (Ornithonyssus Bursa) kommt eigentlich sehr selten vor und beschränkt sich auf sehr warme Orte.

Die Nordische Vogelmilbe (Ornithonyssus sylviarum) ist dagegen schon häufiger. In der Natur befällt sie die gesamte Vogelwelt. Damit natürlich auch unser, in Gehegen gehaltenes Geflügel. Sie befällt alle Tiere, vom Ziergeflügel über Tauben, Hühner, Zwerghühner und Wassergeflügel.

Die Nordische Vogelmilbe hält sich ständig auf dem Tier auf. Die Tiere sind dann unruhig und beseitigen sie von den erreichbaren Stellen selbst. Durch Sandbäder befreien sich die Tiere meistens selbst von den Parasiten

Behandlungsmöglichkeiten sind ähnlich wie bei der roten Vogelmilbe.

Die rote Vogelmilbe

Nachfolgend wollen wir uns aber mit der roten Vogelmilbe beschäftigen.

Wie bereits gesagt, kommen Milben in der freien Natur vor. Sie bevölkern alle erreichbaren Vögel. Sieht man sich ein Gelege mit jungen Vögeln an, wird man feststellen, dass es im Nest nur so von Milben wimmelt. Die Alttiere reduzieren die Milben durch auffressen. Wenn die Küken selbstständig fressen können verzehren sie auch die Milben. Durch einschleppen auf alle möglichen Arten kommen die Milben in unsere Ställe. Auch der Mensch ist ein Überträger.

Lebenszyklus

Die rote Vogelmilbe ist ein blutsaugender Ektoparasit. Das heißt er hält sich außerhalb des Körpers auf der Haut auf. Die Haut wird durch Stechborsten durchbohrt. Durch die zusammengelegten Cheliceren wird ein Nahrungskanal gebildet, wodurch das Blut aufgesaugt wird.

Wenn die Milben kein Blut gesaugt hat sind sie hellgrau bis schwarz. Erst durch das aufsaugen von Blut wird die Milbe rot.

Ökologie und Lebensweise

Die rote Vogelmilbe ist relativ wenig wirtsspezifisch und befällt alle Vogelarten. In extremen Fällen, wenn nicht genügend Nahrung zu erreichen ist, können sie auch andere Lebewesen, wie auch den Menschen befallen. Allerdings kommt dieses selten vor. Die Milbe schafft es meistens nicht die dickere Haut der Menschen zu durchstechen und verschwindet wieder schnell. Der befall äußert sich durch Juckreiz.

Vogelmilben halten sich im Stall in Ritzen, Spalten unter Sitzstangen, Tränken, Futternäpfen, an unbehandeltem Holz, eigentlich an allen Stellen, die nicht von den Vögeln erreicht werden können. Finden die Vögel die Milben, werden sie gerne gefressen.

Die rote Vogelmilbe geht deshalb nur nachts auf die Wirtstiere, um Blut zu saugen. Bei den Vögeln löst das krabbeln, Unruhe, gesträubtes Gefieder und ständiges suchen im Gefieder aus. Die Tiere schlafen dann nicht. Im Stall breitet sich erhebliche Unruhe aus und bei den Tieren Stress aus.

Nach dem Saugen ziehen sich die Milben dann wieder in ihre Verstecke zurück. Über Nacht bleiben sie dann in ihren Verstecken, um dann am Abend wieder auf die Tiere zu krabbeln.

In den Verstecken findet auch die Eiablage statt. Milben und Eier können Temperaturen bis – 25 Grad Celsius überstehen. Ab einer Temperatur schlüpfen die Larven und werden die Milben aktiv. Bei höheren Temperaturen vermehren sich die Milben in einer Woche. Deshalb explodiert die Population gerade im Frühjahr, wenn die Temperaturen ansteigen.

Die rote Vogelmilbe dringt in alle Gebäude- und Außengehege ein.

Die rote Vogelmilbe kann auch Krankheiten übertragen. In Europa ist eine immer größere Verbreitung festzustellen.

Krankheitsbild

Die Schadwirkung der roten Vogelmilbe besteht im saugen von Blut an den Wirtstieren. Dadurch wird Juckreiz und Entzündungen ausgelöst. Meistens befinden sich die Milben am After, weil hier die Haut dünn und teilweise ohne Befiederung ist. Die Haut ist dann durch die Entzündungen angeschwollen. Im Extremfall und starkem Befall lösen sich Hautfetzen ab. Kopfanhänge wie Kämme Nasensattel, Ohrscheiben und Kehllappen verblassen durch den Blutverlust. Küken sind sehr gefährdet. Meistens werden schwache Küken immer wieder aufgesucht. Das führt innerhalb von wenigen Tagen zum Tod.

Alle befallenen Tiere sind nachts sehr unruhig und können nicht schlafen. Das wiederum führt zu Stress der letztendlich zum Tod.

Durch den Stress werden die Tiere in ihrer gesamten Konstitution geschwächt und sind anfälliger für andere Krankheiten.

Wie erkenne ich den Befall. Wenn die Milbe noch nicht gesaugt hat sind es kleine unter 1 mm große graue und schwarze Punkte. Erst wenn die Milbe Blut gesaugt hat. Um die Spalten herum findet man auch grau aussehenden Kot der Milbe.

Bekämpfung

Wie erkenne ich den Befall. Wenn die Milbe noch nicht gesaugt hat sind es kleine unter 1 mm große graue und schwarze Punkte. Erst wenn die Milbe Blut gesaugt hat. Um die Spalten herum findet man auch grau aussehenden Milbenkot.

Die Milben verstecken sich auch an anderen dunklen Orten wie Unterseiten der Sitzstangen, Futtertrögen, Tränken und sonstigen dunklen Ecken im Stall und im Freigehege.

Schön wäre, wenn man verhindern könnte, dass die Milben überhaut an die Tiere oder in den Stall kommen. Aber wie man aus der Lebensweise erkennen kann, ist das kaum möglich.

Das beste Abwehrmittel ist die Vorbeugung. Da sich die Milben tagsüber vor den Vögeln verstecken müssen, versuchen sie immer aus dem Blickfeld zu kommen. Werden sie von den Vögeln entdeckt, werden sie gefressen.

In Ställen aus Holz, Mauerwerk oder Kunststoff sollten alle Ritzen und Spalten verschlossen werden. Das geht am besten, wenn man den Stall bis ca. 1,50 m höhe mit einer Kalkreichen Innenwandfarbe streicht. Schmale Ritze werden damit gut zu gestrichen. Bei einer hellen Farbe kann man einen neuerlichen Befall sehr gut erkennen. Ebenso können die Sitzstangen von unten gestrichen werden. Tränken und Futtertröge sollten alle 2-3 Tage von unten kontrolliert werden. Tränken und Tröge kann man gut abwaschen. Deshalb sind Kunststofftränken und Tröge aus hygienischen Gründen empfehlenswert.

Sind die roten Vogelmilben einmal da, sollte sie schnellstens beseitigt werden.

Es gibt verschiedene Methoden.

  1. Streichen des Stalls mit Kalkfarbe.
  2. Vorsichtiges abflämmen mit einem Bunsenbrenner. Hiermit ist natürlich mit der entsprechenden Obacht zu verfahren. In Holzställen sollte man lieber darauf verzichten. Wie ich festgestellt habe, bekommt man auch nicht ein ganzes Milbengelege weg. Es bildet sie außen eine Schicht, die die inneren Eier schützt.
  3. Mechanisches entfernen durch abbürsten und ausfegen. Leider gibt es hierbei niemals einen 100 % Erfolg, weil man nicht alle Milben oder Eier erwischt.
  4. Für den Stall gibt es gibt natürlich chemische Mittel zum Abtöten der Milben. Der Vorgang ist nach 8-10 Tagen zu wiederholen, damit auch die nach der Behandlung geschlüpften Milben abgetötet werden. Bei der chemischen Keule werden allerdings auch Nützlinge abgetötet.      Während der Behandlung sind die Tiere aus dem Stall zu entfernen. Auch der Mensch muss sich entsprechend schützen.                                               Die Vorgaben zur Behandlung der Hersteller sind strengstens einzuhalten. Wirkstoffe sind z.B. Permethtrin oder Spinosad. Beide Mittel töten die Parasiten schnell und zuverlässig ab. Problematisch sind allerdings Rückstandsprobleme bei lebensmittelliefernden Tieren (Eier, Fleisch) sowie die Resistenzentwicklung gegenüber den Wirkstoffen.      Arzneimittel zur Anwendung am Huhn ist das Präparat „Exolt“ (Wirkstoff    Fluralaner) zugelassen. Es wird über das Wasser verabreicht oder über den Schnabel direkt zugeführt. Das Mittel verteilt sich auf der Haut. Von den Milben wird der Wirkstoff während der Blutmahlzeit aufgenommen. Innerhalb etwa 4 Stunden setzt eine Lähmung der Milben ein, die letztlich zum Tod der Milben führt. Auch über die Schlupfzeit der Milben von ca. 15 Tage hält die Wirkung an. Nach 14 tagen sollte die Behandlung wiederholt werden.

Während der Behandlung können die Eier verwendet werden. Das Fleisch sollte erst nach etwa 14 Tagen verzehrt werden.

Bei Bedarf ist die Behandlung nach 3 Monaten zu wiederholen.

Zuchtfreunde, die das Mittel benutzt haben, bestätigen den Erfolg. Allerdings gibt es einen Pferdefuß. Das Mittel muss sehr genau dosiert werden. Die zu verabreichende Menge richtet sich nach dem Gewicht der Tiere. Pro Kilogramm Tier beträgt der Preis ca. 1,80 €. Zurzeit ist das Mittel nur in großen Gebinden (1000 Einheiten) auf dem Markt. In kleineren Dosen ist das Mittel nach meinem Wissen bei Dr. Pöppel in Delbrück zu bekommen.

  1. Ein weiteres Präparat wird von der Fa. Rhönfried angeboten. Dieses Mittel wird auch an die Tiere verfüttert. Wirkstoffe sind hierbei hochkonzentrierte Kräuterextrakte. Durch die Kräuter soll der Geruch der Tiere verändert werden und für die Tiere nicht mehr erkennbar sein. Ein Futterhersteller wirb so auch mit seinem Futter. Eine Erfahrung habe ich allerdings nicht selbst gemacht.

Ich kann mir vorstellen, wenn der veränderte Geruch die Milben davon abhalten an den Tieren zu saugen, reicht eigentlich eine umfangreiche Fütterung mit Kräutern aus dem Garten. Kräuter mit etherischen Ölen durften hier besonders wirksam sei. Knoblauch, Zwiebel, Oregano, Schnittlauch,  Zitronen-Melisse, Sauerampfer, Kümmel etc. gehören zu den bevorzugten Kräutern. Kleingeschnitten oder gemußt unter das Feuchtfutter gemischt, nehmen die Tiere das Futter auf. Wenn die Tiere am Anfang die Aufnahme verweigern, sollte man das übliche Futter reduzieren. Haben sich die Tiere an das Futter gewöhnt nehmen sie es gerne auf. Kräuter sollten 1-2-mal in der Woche verabreicht werden.

  1. Bewährt hat sich in den letzten Jahren die Bekämpfung mit ungiftigen Stoffen auf Silikat Basis. Diese Silikatdioxid reichen Präparate sind Biozide und gelten lebensmitteltechnisch als unbedenklich. In der Industrie werden die Präparate bei der Mehl- und Getreidelagerung gegen hier auftretende Parasiten wie z. b. den Mehlkäfer eingesetzt.

Unterschieden werden synthetische Silikate, die zu 100 % amorphes Siliziumdioxid enthalten. Dazu gibt es natürliche Produkte, basierend auf Diatomeenerde und enthält bis 1 % kristallines Siliziumdioxid. Silikate können als Stäube in den Stall eingebracht und sind sofort wirksam. Angeboten werden auch flüssige Präparate, die erst nach dem abtrocknen wirksam werden.                                                                                                   Das Pulver wird in den Ställen verstäubt. Direkt erkennbare Aufenthaltsräume von Milben sollten etwas stärker ein gestäupt werden. Flüssige Mittel werden im Stall auf die Wände gestrichen oder gespritzt. Nach meinen Erfahrungen sind beide Mittel sehr wirksam. Beide Präparate trocknen die Milbe aus. Das Mittel wirkt nicht unmittelbar. Durch das zerstören der äußeren Fettschicht bei der Milbe, tritt der Tod nach ca. 72 Stunden ein.                                                                                                                                 Das einstäuben sollte nach ca. 14 Tagen wiederholt werden, damit auch schlüpfenden Larven abgetötet werden.

Es ist empfehlenswert die Tiere aus dem Stall zu entfernen. Durch den Staub kann zu Augenreizungen kommen. Unmittelbar nachdem sich der Staub gelegt hat, können die Tiere wieder in den Stall zurück.                   Der Mensch sollte sich gegen das einatmen mit einem Mundschutz schützen. Für das ausbringen der Mittel sollten die Herstellervorgaben eingehalten werden. Als Präparate stehen in staubform Kieselgur von mehreren Anbietern im Handel zur Verfügung. Es wird unter dem Namen InsectoSec vertrieben.

In flüssiger form Ist das Mittel unter dem Namen InsectoSec liquid Pro im Händel. Außerdem ist auch ein Insektenspray mit dem gleichen Namen im Handel. Dieser kann punktuell eingesetzt werden. Um einen ganzen Stall Parasitenfrei zu machen ist der Staub oder die flüssige Form sinnvoller.

  1. Abschließend kann gesagt werden, je er man den Befall entdeckt, um so schneller und einfacher sind die Milben zu beseitigen. Deshalb ist es wichtig im Frühjahr jeden Tag im Stall besonders die Ecken und Ritzen zu kontrollieren, um bei Befall sofort Maßnahmen zu ergreifen.

Quellen:                                                                                                    Unterlagen der Fa. BIOFA                                                                                   Unterlagen der Fa. Röhnfried                                                                  Fachaufsatz Geflügelzeitung 10/2019

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Der RGZV Essen-Burgaltendorf u. Umgegend nimmt auch an der 25. Auflage dieser traditionsreichen Veranstaltung aller Burgaltendorfer Vereine wieder mit einer großen Freigehegeschau teil.

 Erneut wird auch der Schaubrüter wieder mit von der Partie sein und viele Besucher anziehen.

Am Sonntag um 10:30 Uhr beginnt dann das Hähnewettkrähen um das begehrte Burg-Championat. Der Hahn der in 2 Runden a 15 Minuten die meisten Krährufe von sich gibt ist der neue Champion. We wird es 2019 sein? Ist es erneut der Cemani Hahn von Bernd Galwas der schon vor 2 Jahren triumphiert hat? Für Spannung ist jedenfalls gesorgt. 18 Hähne sind für diesen Wettbewerb angemeldet. Möglichst viele Besucher sind uns herzlich willkommen und können unsere Hähne anfeuern.

Der RGZV betreut natürlich wie bei jedem Burgfest einen Grillstand und einen Bierwagen auf dem Burgvorplatz.

Der Heimat-und Burgverein hat wieder für beide Veranstaltungstage ein tolles Programm zusammen gestellt an dem sich viele Burgaltendorfer Vereine beteiligen. Also liebe Burgaltendorfer, ein Besuch lohnt sich.

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Vermittelt durch Kristina Charlow (RGZV Essen-Burgaltendorf und Umgegend) haben sich beim Kinderfest am 04.05.2019 1 Hahn und 3 Hennen der Rasse Seidenhühner mit Bart in verschiedenen Farben präsentiert. Natürlich waren die Tiere bei den Kindern und auch bei den Eltern wieder eine besondere Attraktion. Viele Kinder trauten sich die Hühner zu streicheln. Sie konnten dabei feststellen, dass Seidenhühner ein weiches und flauschiges Gefieder haben. Einige Kinder haben ihre Hände auch unter den Flügel gelegt und konnten so die angenehme Wärme der Tiere spüren. Im Winter würden sie die Hühner gerne als Wärmequelle für die Hände haben. Auf Handschuhe könnten sie dann verzichten.

Bestaunt wurden natürlich die dunkle Haut und die 5 Zehen der Seidenhühner.

Einige Kitas zeigten ebenfalls Interesse an der Haltung von Hühnern. Somit wurden Erstgespräche zur Unterstützung der Kitas durch Mitglieder des RGZV Essen-Burgaltendorf bereits geführt. Erfahrungen liegen seitens des Vereins bereits durch die Betreuung der KITA Suitbert in Essen Überruhr, der Kita Fünfhandbank und Seummannstraße vor.

In diesem Jahr feiert im Übrigen die Kita Suitbert das 10-jährige Jubiläum „Hühner im Kindergarten.“

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Der KV Hattingen Ruhr wurde in Haus Düsse vertreten durch Wolfgang Overdiek, Friedhelm Overdiek, Markus Teuwsen (alle Burgaltendorf) und Antje Schumann und Birgit Bielefeld (beide Bredenscheid).

Der 1. LV Vorsitzende Fritz-Dieter Hawes führte gewohnt souverän durch die Jahreshauptversammlung. Als Ehrengäste konnte er Frau Hannelore Hellenthal (Schatzmeisterin im BDRG) und Herrn Dr. Arne Dahlhoff (Hausherr Haus Düsse, LWK NRW) begrüßen. Beide Ehrengäste richteten Grußworte an die Delegierten und wünschten der JHV einen guten Verlauf.

Alle Berichte der Vorstandsmitglieder spiegelten ein in jeder Hinsicht gutes und erfolgreiches Jahr 2018 im LV Westfalen-Lippe wieder. Der LV hat 10294 Mitglieder und 1385 Jugendliche. Der LV besteht insgesamt aus 32 Kreisverbänden mit 300 Ortsvereinen. Im Jahre 2018 haben sich leider 2 Kreisverbände und 14 Ortsvereine abgemeldet. Das ist keine erfreuliche Entwicklung. Im LV wurden 2018 noch insgesamt 190 Ortsschauen durchgeführt.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet, Indiz einer total korrekten und seriösen Vorstandsarbeit. Die Vorstandswahlen brachten folgende Ergebnisse: für jeweils 3 Jahre wurden gewählt: 1. Vorsitzender: Fritz-Dieter Hawes; 2. Kassierer: Hans-Jürgen Mathe; Tierschutzbeauftragter: Christopher Oelkrug; Kassenprüfer: Helmut Vorderbrügge u. Volker Karmann.

Die diesjährige Landesverbandsschau findet vom 12.-13. Oktober in den Hammer Zentralhallen statt. Es werden erneut ca. 3500 Tiere erwartet.

Gegen 12:30 Uhr beendete Fritz-Dieter Hawes die sehr harmonisch verlaufende JHV des LV Westfalen-Lippe und wünschte allen Delegierten eine gute Heimreise.

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